Weihbischof



Weihbischof Vorrath besucht die TKS
 
Der Essener Weihbischof Franz Vorrath besuchte im Rahmen der diesjährigen Firmung und Gemeindevisitation in der Pfarrei St. Franziskus am 17.06.2013 die Theodor-Körner-Schule. Er wurde begleitet von Herrn Pfarrer Humberg von der Gemeinde St. Franziskus, der Jugendreferentin Frau Back und Frau Deggerich vom Dezernat Schule und Hochschule im Bistum Essen. An einer Gesprächsrunde mit dem Bischof im Selbstlernzentrum der TKS nahmen Schulleiter Bernhard Arens und sein Stellvertreter Wilfried Torkler, die katholischen und evangelischen Religionslehrerinnen und Religionslehrer sowie fünf Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen teil. Sie hatten Fragen vorbereitet zum Thema „Religion in einer pluralen Gesellschaft“.
 
Weihbischof Vorrath berichtete von seiner Visitation und der Firmfeier in der Gemeinde St. Franziskus und freute sich ausdrücklich, auch an der TKS zu Besuch sein zu dürfen. Mit den sehr engagierten und interessierten Schülern diskutierte er über Themen wie den Zugang Jugendlicher zur katholischen Kirche, zur zunehmenden Entfremdung von Werten und Inhalten der katholischen Lehre, Möglichkeiten der Ökumene und des interreligiösen Dialogs und mögliche Kursänderungen durch Papst Franziskus. Weihbischof Vorrath rückte dabei vor allem positive Aspekte in den Vordergrund, so freute er sich über viele Projekte für Jugendliche wie „Lichtblick“ in Bochum und „Nightfever“ in Essen. Ebenso positiv bewertete er die Zahlen bei Erstkommunion und Firmung, lobte das immer besser gelingende Miteinander der Konfessionen, den Dialog mit dem Islam und die starke Betonung der Kirche für die Armen durch den neuen Papst aus Argentinien. 
 
Die Jugendreferentin Nicole Back berichtete über gelingende Möglichkeiten, junge Menschen in das kirchliche Leben einzubinden; sie stellte das Projekt „Lichtblick“, Jugendmessen und andere Angebote für Jugendliche in der Gemeinde St. Franziskus und in Schulen vor. Pfarrer Humberg brachte viele Antworten auf den Punkt: Vor allen Fragen der Organisation, des Dogmas und der Außenwirkung der Kirche müsse es um die zentrale Frage gehen: „Wer ist Gott für mich?“ Dies bestätigten auch die Religionslehrerinnen und Religionslehrer: Viele Jugendliche seien durchaus ansprechbar auf den christlichen Glauben, hätten aber Probleme mit der Institution Kirche. Es brauche daher engagierte Christen, die mit Jugendlichen im Alltag über diese Fragen sprechen und ganz konkret Zeugnis für ihren Glauben ablegen.
 
Auch heikle Fragen wie das Priesteramt für Frauen, die Missbrauchsfälle, die Abschaffung des Zölibats und ein gemeinsames Abendmahl von Evangelischen und Katholischenfanden ihren Platz in der Diskussion. Dabei wurde deutlich, dass katholische Christen oft auch an ihrer Kirche leiden. So kritisierten einige Teilnehmer, dass zu schnell „fertige Antworten“ gegeben werden, und betonten die Notwendigkeit, dass die katholische Kirche sich den brennenden Problemen einer globalisierten und pluralen Welt stellen, Grundsätze überprüfen und die Menschen in konkreten Lebenssituationen abholen solle.
 
Schulleiter Arens wünschte sich zum Abschluss, dass der Weihbischof die TKS recht bald wieder besuchen solle.
 

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