Abschied OHL


Am 24. November wurde Herr Ohlendorf  von der TKS verabschiedet.


Es war eine schöne Zeit.

Es waren viele schöne Momente.
 
 





  

  




  
Eine der letzten Aktionen von Herrn Ohlendorf:

Interreligiöser Trialog im Schulzentrum Süd-West  

(Ein interreligiöser Gesprächstag mit Vertretern von Judentum, Christentum und Islam.)

 

Am 25.09. diskutierten SchülerInnen aus Religions- und Philosophie-Kursen der Theodor-Körner-Schule und der Heinrich-Kämpchen-Realschule in Bochum mit VertreterInnen der drei großen Ein-Gott-Religionen Judentum, Christentum und Islam. Die zweistündige Veranstaltung fand im Rahmen der bundesweiten „interkulturellen Woche“ statt, die Arbeit der ReferentInnen wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums des Inneren.

Zum „abrahamischen Team“ gehörten die jüdische Referentin Petra Kunik aus Frankfurt (Schriftstellerin, Schauspielerin und Mitglied einer jüdische Reformgemeinde in Frankfurt), die Muslimin Miyesser Ildem aus Köln (Programmiererin, islamische Theologin, Co-Autorin von Religionsbüchern) und Pastor Andreas Menzel (evangelischer Gemeindepfarrer in Dahlhausen und Weitmar).

Die Veranstaltung war von drei ReligionslehrerInnen der TKS und ihren KollegInnen von der Heinrich-Kämpchen-Realschule vorbereitet worden.16 SchülerInnen aus den 9. Klassen der beiden Schulen informierten sich sowohl selbständig als auch mit Anleitung über die drei Weltreligionen. Danach gab es ein gemeinsames Treffen, bei dem Fragen an die ReferentInnen formuliert wurden.

Die jüdische Referentin berichtete von positiven Erfahrungen in ihrer Frankfurter Synagoge, wo sich die drei wichtigsten Strömungen innerhalb des Judentums unter einem Dach zum je eigenen Gottesdienst, zum Lernen und Zusammensein treffen. Die muslimische Referentin erzählte von ihrem Werdegang, der im niedersächsischen Delmenhorst als Tochter türkischer Einwanderer begann. Dennoch wurde sie bei ihren Kommilitonen im Studium als Türkin wahrgenommen. Sie nannte das „pränatale Einwanderung“. Der christliche Referent stellt seine berufliche Tätigkeit im Kontext der offenen, religiös-pluralen Situation im Ruhrgebiet dar.

Die Fragen der SchülerInnen erwiesen sich als sehr vielfältig. Eine Schülerin fragte: Wie gehen Juden und Muslime in Deutschland mit dem Weihnachtsfest der Christen um? In Petra Kuniks Kindheit haben ihre Eltern einfach eine Zimmerpflanze geschmückt. Für Frau Ildem ist es ein freier Tag; aber sie geht auch zu christlichen Freunden und feiert mit ihnen. 

„Warum beten Männer und Frauen in der Moschee getrennt?“, lautete eine weitere Frage. Die islamische Vertreterin erklärte, im Koran gebe es dazu keine Vorschrift, auch der Prophet Muhammad habe zusammen mit Frauen gebetet. Das Argument, Männer könnten beim Gebet von einer Frau abgelenkt werden, ließ sie nicht gelten und befragte stattdessen die Geisteshaltung von Männern.

Außerdem wollten die SchülerInnen wissen, wie es zur Verfolgung der Juden in der NS-Zeit gekommen ist und welche Rolle die Kirchen gespielt haben. Eine zentrale Frage, über die man in solch einer kurzen Zeit sicher nicht erschöpfend sprechen kann. Petra Kunik verwies in ihrer Antwort auf den Prozess-Charakter der Ausgrenzung der Juden, der lange vor der Machtergreifung Hitlers begann. Miyesser Ildem setzte sich als Deutsche mit der NS-Geschichte auseinander und trug vieles bei. Sie nimmt heute eine sich steigernde Aggressivität in Plakaten von rechten Parteien gegen den Islam wahr.

 

 
 

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