Streitschlichtung

Seit dem Schuljahr 2000/01 findet an der Theodor-Körner-Schule das auf amerikanischen Erfahrungen fußende Schüler-Streitschlichtungs-Modell Anwendung, in dem Schülerinnen und Schüler im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft für die Streitschlichtung ausgebildet werden. Die hier erworbenen Qualifikationen werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Ende in einer Urkunde testiert.
Wie in jedem Raum, wo Menschen zusammenleben, gibt es auch unter Schülerinnen und Schülern Interessenkollisionen und damit Anlässe für kleinere oder größere Konflikte. Dem Streitschlichtungsprogramm geht es nun nicht darum, Konflikte in der Schule gänzlich abzuschaffen. Es will vielmehr auf die Art und Weise Einfluss nehmen, d. h. zum Aufbau einer Kultur des Streitens beitragen und Fähigkeiten wie Verständigungsbereitschaft, Eigenverantwortlichkeit und Toleranz bei der Konfliktlösung fördern. Die Vermittlung durch einen Dritten (Mediation), idealerweise durch Schülerinnen und Schüler, kann hier die gerade für Streitende der unteren Jahrgangsstufen oft notwendige Hilfestellung leisten.


Möglichst bald nach dem Auftreten von Konfliktfällen werden die Schülerinnen und Schüler durch ausgebildete Schüler-Streitschlichterinnen und -schlichter der Jahrgangsstufe 9, denen sie meist eine größere Akzeptanz als Erwachsenen entgegenbringen, angeleitet, ihre Konflikte in einem Schlichtungsgespräch selbstständig und gemeinsam zu lösen. Zentrales Prinzip ist dabei, dass die Streitenden selbst zum Nachdenken gebracht werden, wie sie einen Frieden ohne Verlierer erreichen können, indem nicht die Personen, sondern die Probleme mit ihren Ursachen angegangen werden. Als Ort für ein solches Gespräch steht der im Unterstufentrakt gelegene Streitschlichtungsraum (R 105) zur Verfügung, in dem die Streitschlichter/innen während der großen Pausen erreichbar sind.


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