Mathilde Franziska Anneke


Hattinger Bürgermeisterin bei ihrer Rede

In der Hattinger Altstadt führten Schülerinnen und Schüler der Theodor-Körner-Schule am Samstag ein kurzes Theaterstück auf, das an die mutige Frauenrechtlerin Mathilde Franziska Anneke erinnert. Sie wurde 1817 in Sprockhövel geboren und verbrachte Kindheit und Jugend in Hattingen. Um ihre Ideen und ihr Lebenswerk zu würdigen, wird alle zwei Jahre jeweils im Wechsel zwischen Sprockhövel und Hattingen der Anneke-Preis für herausragende und innovative Verdienste im Einsatz für Bürgerrechte und Bildung verliehen.


Das Schild am Haus Mathilde Franziska Annekes

Der mit 1000 € dotierte Preis geht 2015 an den Kölner Frauengeschichtsverein. Das Festprogramm eröffneten die beiden Bürgermeister von Hattingen und Sprockhövel um 15 Uhr auf dem Obermarkt. Die TKS-Schüler hatten sich unter der Leitung  von Lehrerin Bettina Ramhorst mit dem Leben der Kämpferin für Frauenrechte auseinandergesetzt.


Schulleiter Bernhard Arens mit Lehrerin Maria Herforth

Den Kontakt zur AG hatte die ehemalige TKS-Lehrerin Silke Hoppe hergestellt, die auch zur Jury für die  Preisverleihung gehört. In dem Stück lassen sie heutige Jugendliche mit der zunächst verhüllt auf einem Sockel stehenden und plötzlich zum Leben erwachenden historischen Figur ins Gespräch kommen.


Das verhüllte „Denkmal“ Anneke

Dabei geht es um das, was für Frauen schon erreicht worden ist sowie um Rechte, die ihnen auch heute noch vorenthalten werden.

Mathilde Franziska Anneke, gespielt von Joanna Tschech aus dem Abiturjahrgang der TKS, erzählt aus ihrem Leben, etwa von ihrer gescheiterten Ehe, der schwierigen Scheidung, der Emigration in die USA, ihrer Arbeit als Journalistin und der Gründung einer Mädchenschule.


Die Schüler beim Theaterspielen 

Sie ermutigt die modernen Jugendlichen, sich nicht mit überkommenen Geschlechterrollen abzufinden, sondern auch heute um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie für gleiche Bezahlung im Job zu kämpfen.


Hauptdarstellerin Joanna Tschech

 

Schulleiter Bernhard Arens, Kulturbeauftragte Maria Herforth und viele andere Zuschauer verfolgten begeistert die Aufführung am Obermarkt. Als Dank bekamen die jungen Darsteller reichlich Applaus, Blumen und ein kleines Geschenk, bevor das Programm zur Verleihung des Preises in Hattingen weiterging.


Die Schüler bekommen Blumen und Geschenke


AG-Betreuerin Maria Herforth

Bettina Basler für die TKS

 




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