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Lese- und Rechtschreibförderung


Frau Schmidt-Wilcke und Frau Reinmöller


Vermehrt wechseln Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule auf das Gymnasium mit Schwierigkeiten in der Rechtschreibung (LRS). Die betroffenen Schüler haben oftmals Schwächen in den visuellen oder auditiven Teilleistungsbereichen, d.h. sie können sich z.B. Gehörtes oder Gesehenes nur schwer merken oder Unterschiede bei einzelnen Lauten oder Buchstaben schlecht erkennen. Schwierigkeiten in diesen Bereichen lassen jedoch keineswegs Rückschlüsse auf das gesamte Leistungsniveau der SuS zu.

Die Theodor-Körner-Schule hat schon im Schuljahr 2013/2014 auf diese Entwicklung reagiert, indem sie ein LRS-Förderkonzept erarbeitet und ein Förderteam zusammengestellt hat. Vier Kolleginnen haben bisher die spezielle Fortbildung zur LRS-Lehrkraft erfolgreich absolviert: Frau Sander, Frau Kreutzer, Frau Reinmöller und Frau Schmidt-Wilcke. Die LRS-Lehrkräfte diagnostizieren Lese-/Rechtschreibschwierigkeiten, erstellen individuelle Förderpläne für jeden betroffenen Schüler und arbeiten in Kleingruppen gezielt mit den SuS. Darüber hinaus sind sie Ansprechpartner für das Kollegium und arbeiten eng zusammen mit den Eltern der rechtschreibschwachen SuS sowie mit den Therapeuten bzw. Instituten, falls ein Schüler eine außerschulische Förderung besucht.

Ziel der Lese-Rechtschreibförderung ist es, die partiellen Schwächen der SuS auszugleichen und ihnen damit einen gelungenen Start in die weiterführende Schule und eine erfolgreiche Gymnasiallaufbahn zu ermöglichen. Das Förderangebot richtet sich daher an SuS der Klassen 5-7.

Die LRS/Rechtschreibkurse finden in einem Raum statt, der speziell für die Förderung eingerichtet wurde. Damit die für die Rechtschreibung wichtigen Teilleistungsbereiche (visuelle und auditive Bereiche sowie Raumlage und Körperwahrnehmung) trainiert und verbessert werden können, sind neben gezielten Arbeitsblättern auch spezielle Spiele und Übungen vorhanden. Somit werden die Schwierigkeiten in der Rechtschreibung nicht nur mit herkömmlichen Schreibübungen, sondern ganzheitlich angegangen.  
Durch schulinterne Tests, gezieltes Beobachten und bei Bedarf durch weitere Diagnostik (z.B. mit Hilfe standardisierter Tests wie HSP – Hamburger-Schreib-Probe und  OLFA – Oldenburger Fehleranalyse) wird der individuelle Förderbedarf festgestellt. Betroffene SuS werden auf den Zeugniskonferenzen in die LRS/Rechtschreibkurse eingeteilt. Diese finden im Rahmen des Förderbandes statt.

Die Eltern werden umfassend über den Förderbedarf ihres Kindes und über mögliche Unterstützung informiert. Sie erhalten individuelle Förderpläne und Hinweise zu sinnvollen Übungen.

Zusätzlich zu der Teilnahme an den Kursen kann den betroffenen Schülerinnen und Schülern durch die Zeugniskonferenz ein Nachteilsausgleich gewährt werden. Dieser wird individuell an ihren Bedürfnissen ausgerichtet (z.B. eine andere Lineatur oder Schriftart, ein festgelegter Sitzplatz im Klassenraum, verlängerte Arbeitszeit bei den Klassenarbeiten, mündliche Prüfungen u.a.). Der Ausgleich soll ihnen helfen, ihre Schwierigkeiten im Unterricht und in Klassenarbeiten zu kompensieren.