Schülerin bekommt Dr. Hans Riegel Fachpreis

 
In jedem Jahr stehen alle Schülerinnen und Schüler der Q1 Stufe vor der Entscheidung, einen Projektkurs anzuwählen oder mit einer Facharbeit in einem Kurs ihrer Wahl eine Klausur zu ersetzen.

Ich persönlich habe mich für eine Facharbeit im Grundkurs Mathematik entschieden. Die Freude war groß, wurde aber kurzzeitig von dem Problem der Themenfindung getrübt. Mit der tollen Unterstützung meiner Lehrerin Frau Pisarevcher war aber schnell klar, dass ich mein Lieblingsfach Mathematik mit meiner Leidenschaft, der Kunst, verbinden kann. So habe ich mich in meiner Facharbeit den Fragen gewidmet, ob Kunst mathematisch erklärbar ist und ob Mathematik schön ist beziehungsweise was die höchste Kunst der Mathematik ist.

Im ersten Teil meiner Arbeit werden Phänomene wie der Goldene Schnitt, die Fibonacci-Folge und die Perspektive erklärt und anschließend, mit Hilfe des Mathematikprogramms „Geogebra“, in Gemälden wie da Vincis „Mona Lisa“ aufgezeigt und anhand von eigenen Zeichnungen verbildlicht. Der zweite Teil, den ich scherzhaft meine „Hymne an die Mathematik“ nenne, versuche ich meinen Lesern meine Begeisterung für diese Wissenschaft näher zu bringen und erläutere diese anhand von selbstaufgestellten Kriterien für Schönheit.

Nach Fertigstellung meiner Facharbeit ermutigte meine Lehrerin mich, mich für die Fachpreise der Dr. Hans Riegel-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Ruhr Universität Bochum zu bewerben, bei der jedes Jahr die überregional besten Facharbeiten der MINT-Fächer, also der mathematisch-, technisch-, naturwissenschaftlichen Fächer, ausgezeichnet werden. Und ein paar Wochen später bekam ich tatsächlich die Nachricht, dass ich den zweiten Platz im Fach Mathematik belegt hatte. Die Überraschung war riesig, wurde aber von unglaublicher Freude noch überwogen.

Es folgten zwei Vorbereitungstreffen für die Siegerehrung an der Ruhr Universität Bochum, bevor es am 30. September 2019 endlich soweit war. Zu Beginn der Veranstaltung, zu der mich sowohl meine betreuende Lehrerin Frau Pisarevcher als auch unser Schulleiter Herr Arens begleiteten, hielten die anderen Gewinner und ich mit Hilfe selbsterstellter Poster zehnminütige Vorträge über den Inhalt unserer Facharbeiten im Foyer des Veranstaltungszentrums. Ich gebe zu, ich war sehr aufgeregt, da ich nicht gerne vor vielen Leuten spreche, aber schlussendlich war es ein großartiges Erlebnis. Anschließend ging es im Saal mit Reden des Direktors der Ruhruniversität Herr Professor Dr. Schölmerich sowie des Vorstandsmitglieds Frau Professor Dr. Henzler weiter, bevor es zu den Ehrungen der Preisträger/-innen kam, bei der wir Urkunden, gewonnenes Preisgeld und selbstverständlich auch Gummibärchen (die Stiftung ist ja nicht um sonst von Dr. Hans Riegel aus Bonn gegründet worden) überreicht bekamen.

Insgesamt war es ein wundervoller Tag geprägt von verschiedensten Gefühlen, wie Aufregung, Freude und, natürlich, auch ein wenig Stolz.

Von Johanna Heger


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