Konzept

Konzept der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler

0. Vorwort

Jedes Kind hat ein Recht auf schulische Bildung, Erziehung und individuelle Förderung. Voraussetzung für die Verwirklichung von Bildungs- und Erziehungszielen sind die enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule, ein die Lernfreude erhaltender und fördernder schülerorientierter Unterricht sowie die angemessene Lern- und Arbeitsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler. Eine große Bedeutung misst die Theodor-Körner-Schule hier der Schaffung einer angenehmen Atmosphäre bei, da wir der Überzeugung sind, dass Lernen in hohem Maße davon profitiert, wenn sich die Schülerinnen und Schüler wohlfühlen und sich mit ihrer Schule identifizieren.
Bei der Erfüllung unseres Bildungs- und Erziehungsauftrages berücksichtigen wir die individuellen Voraussetzungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler. Dazu sollen die im Folgenden aufgeführten Maßnahmen zur individuellen Förderung in besonderer Weise beitragen:

1. Lernförderndes Schulklima

  1. Offene und vertrauensvolle Beziehung der Schülerinnen und Schüler zu den Lehrkräften und zur Schulleitung mit Zeit für Gespräche
  2. Regelmäßiger Austausch / Gespräche mit den Eltern und deren Einbeziehung in den Schulalltag (Körner-Café)
  3. Ansprechende Gestaltung des Innen- und Außenbereichs der Schule (Schulhofausstattung, Spielmöglichkeiten, Ausschmückungen der Flure und Räume durch Wandbemalung und Bilder, kurzfristige Beseitigung von ggf. auftretenden Graffitis o.ä.)
  4. Vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften, insbesondere auch im sozialen und musisch-kulturellen Bereich mit regelmäßigen Theateraufführungen und im Stadtteil fest etablierten Produktionen wie der Kulturveranstaltung TKS stellt vor…
  5. Klare Regeln durch eine begründend formulierte Schulordnung
  6. Regelmäßige und detaillierte Information der Schülerinnen und Schüler sowie der Eltern durch die Schulleitung (TKS aktuell), die Homepage der Schule und zwei regelmäßig erscheinende Publikationen mit Schüler- und Lehrerbeiträgen
  7. Würdigung auch außerunterrichtlicher Schülerleistungen durch das täglich aktualisierte Schwarze Brett für Artikel der lokalen Presse sowie durch den Vermerk auf dem Zeugnis oder die Ausstellung von Bescheinigungen

2. Allgemeine Maßnahmen

  1. Regelmäßiger Erfahrungsaustausch als Zukunftsschule NRW im Netzwerk „Zukunftsschulen NRW - Netzwerk Lernkultur Individuelle Förderung“
  2. Selbstlernen mit Materialpools (Selbstlernmaterialien), u. a. auch in Vertretungsstunden der Sekundarstufe I zur Unterstützung der eigenständigen Lernfähigkeit
  3. Pädagogische und psychologische Beratung durch ein ausgebildetes Beratungsteam
  4. Durchführung eines Förderplansprechtages für die Schülerschaft bei der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse und Förderpläne mit dem Ziel, noch individuellere und persönlichere Beratung für die einzelne Schülerin, den einzelnen Schüler zu erreichen
  5. Angebot der Streitschlichtung und des Schülersanitätsdienstes
  6. Kooperation Schule-Wirtschaft (Zusammenarbeit mit der Maschinenfabrik Köppern GmbH u. Co. KG in Hattingen)
  7. Hoher Praxisanteil in den Naturwissenschaften u. a. durch die Kooperation mit dem Institut für Physik und Astronomie – Arbeit im Schülerlabor
  8. Schulung der diagnostischen Kompetenzen der Lehrerschaft durch gezielte und regelmäßige Fortbildungen
  9. Beratungskonzepte (inkl. Elterninformation, Zusammenarbeit mit den Grund- und Realschulen usw.) in den Sekundarstufen I und II
  10. Einsatz von individuellen Lernprogrammen und Medien im Unterricht (Medienkonzept)
  11. Förderung der Lesekompetenz durch Teilnahme am Lesewettbewerb der Stiftung Lesen
  12. Wander- und Studienfahrten (Stufen 5, 7, Q2) mit Schwerpunkt im sozial-integrativen Bereich

3. Ergänzende Maßnahmen in der Erprobungsstufe 

  1. Eine Unterrichtsstunde „Lernen lernen“ zur Verbesserung des Arbeitsverhaltens in Klasse 5
  2. Mehr Fachunterricht in Deutsch und Englisch
  3. Ab dem zweiten Halbjahr des Jahrgangs 5 und im gesamten Jahrgang 6 Angebot von zusätzlichem Unterricht zur Aufarbeitung von Defiziten und zur Begabungsförderung im Rahmen eines Förderbandes für alle Schülerinnen und Schüler (Ergänzungsstunden)
  4. Gezieltes Rechtschreibtraining im Rahmen des Förderbandes sowie Begleitung und Beratung bei auftretenden Lese- und Rechtschreibschwächen durch eine spezielle Diagnostik
  5. Begleitung von Schulübergängen (u. a. besonderes Konzept für die erste Schulwoche der neuen Sextaner) 
  6. Enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen in den ersten Erprobungsstufenkonferenzen
  7. Einsatz besonderer Diagnosebögen zum Abgleich der Informationen der Grundschulen mit den Beobachtungen der Klassenleitungen
  8. Pädagogische Übermittagbetreuung gemeinsam mit der Caritas. Zusätzlich AG-, Betreuungs- und Spielangebote für die einstündige Mittagspause
  9. Umsetzung des Methodenlernens nach Klippert
  10. Abschluss eines Ausbildungsvertrages und Einbindung der Schülerschaft in die Weiterentwicklung der Schulordnung
  11. Verwendung des Prinzips der Freiarbeit
  12. Unterrichtliche Arbeit mit einem Wochenplan
  13. Verstärkter Einsatz kooperativer Lern- und Arbeitsformen
  14. Bearbeitung von Schlüsselaufgaben im Mathematikunterricht zur Schaffung vergleichbarer Voraussetzungen, Verbesserung der Eigenständigkeit und dadurch Vertiefung des Lernzuwachses
  15. Berücksichtigung von besonderen pädagogischen Gesichtspunkten und Schülerwünschen bei der Zusammensetzung der Klassen
  16. Bildung und Zusammenarbeit von erfahrenen Klassenlehrerteams
  17. Zusätzliche Durchführung einer weiteren Pädagogischen Konferenz zur Beobachtung und individuellen Beratung der Schülerlaufbahnen
  18. Stärkung der Klassengemeinschaft durch kooperative Spiele und Übungen in Zusammenarbeit mit dem Beratungsteam der TKS

4. Ergänzende Maßnahmen in der Mittelstufe 

  1. Vertiefung der Arbeit in den schriftlichen Fächern Englisch, Mathematik, Latein und Französisch in ausgewiesenen Ergänzungsstunden
  2. Im gesamten Jahrgang 7 und jeweils im zweiten Halbjahr der Jahrgänge 8 und 9 Angebot von zusätzlichem Unterricht zur Aufarbeitung von Defiziten und zur Begabungsförderung im Rahmen eines Förderbandes für alle Schülerinnen und Schüler (Ergänzungsstunden)
  3. Förderung sozialer und kommunikativer Kompetenzen durch ein breites Angebot an Arbeitsgemeinschaften und die Möglichkeit der Ausbildung für die Streitschichtung, den Sanitätsdienst und die Fahrzeugbegleitung
  4. Individuelle Beratung bezüglich der Schullaufbahn, der Differenzierung, der Vorbereitung der Lernstandserhebungen (Stufe 8) und der Abschlüsse 

5. Ergänzende Maßnahmen in der Oberstufe 

  1. Bedarfsorientiertes Förderangebot in der Stufe EF, insbesondere auch für Seiteneinsteiger durch Vertiefungskurse in Deutsch, Englisch und Mathematik
  2. Selbstlernen in der Oberstufe (u. a multimediales Selbstlernzentrum)
  3. Projekt „Lernen lernen“ in der Stufe 9 (Methodenkompetenztraining für die Oberstufe)
  4. Fächerverbindende und –übergreifende Projekte
  5. Individuelle Beratung und Unterstützung bei Auslandsaufenthalten

6. Förderung besonderer Begabungen 

  1. Konzeptionelle Entwicklung gezielter Förderung im Bereich der Hochbegabung durch zwei geschulte Kolleginnen
  2. Diagnostik und individuelle Förderung besonderer Begabung im mathematischen Bereich
  3. Zusätzlicher Unterricht zur Begabungsförderung in verschiedenen Fächern im Rahmen eines Förderbandes
  4. Drehtürmodell für hochbegabte Kinder
  5. Förderung im sportlichen, kreativen, sozialen und kulturellen Bereich (erweitertes Angebot der AGs)
  6. Unterstützung und Förderung der Teilnahme der Schülerschaft an Wettbewerben
  7. Schüleraustausche mit der französischen Partnerschule
  8. Angebote externer Sprachprüfungen für besonders sprachbegabte Schülerinnen und Schüler in den Fächern Spanisch, Französisch und Englisch
  9. Kooperation Schule- Universität für besonders Begabte
  10. Systematische halbjährliche Prüfung und Förderung der Möglichkeit einer Vorversetzung
  11. Regelmäßige Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an Schülerakademien (Sommerakademie, Schülerakademie Mathematik u. a.) und den Lernferien ‚Begabungsförderung‘

7. Gezielte Förderung bei auftretenden Minderleistungen 

  1. Ergänzende und erläuternde Bemerkungen zum Arbeits- und Sozialverhalten auf den Zeugnissen
  2. Nachhilfeprojekt „Schüler helfen Schülern“:
    • Nach der eigentlichen Unterrichtszeit bieten in den Räumen der Schule leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler als Tutorinnen und Tutoren täglich Unterstützung bei Lernschwierigkeiten an:
      • als Hausaufgabenbetreuung
      • als ‚Lernstudio’ je nach individuellem Bedarf in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Latein und Französisch zur gezielten Aufarbeitung von Lernrückständen
  3. Nachhilfebörse der SV zur Vermittlung von Einzelnachhilfe durch leistungsstarke Schülerinnen und Schüler
  4. Schriftliche Lern- und Förderempfehlungen durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer im Rahmen eines individuellen Förderplans (Schülersprechtag)
  5. Persönliche Beratungsgespräche mit den Fachlehrerinnen und Fachlehrern, den Stufenkoordinatoren, dem Beratungsteam und der Schulleitung (u. a. zur Analyse der eigenen Lernsituation, zur Vorbereitung von Nachprüfungen, zur gezielten Aufarbeitung von Lerndefiziten)
  6. Zusätzlicher Förderunterricht durch Lehrkräfte in den schriftlichen Fächern und anderen Bereichen (z. B. Lernberatung/Lerncoaching, Förderung durch Theater, Verhaltenstraining) im Rahmen eines Förderbandes
  7. Teilnahme am Projekt „Lernferien“ des Schulministeriums 
  8. Gezielte und individuelle Förderung bei besonderen Schwierigkeiten beim Lesen und/oder Rechtschreiben durch das LRS-Team der TKS

8. Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund 

  1. Förderung der Integration durch Unterstützung beim Erwerb der deutschen Sprache
  2. Begleitung und Beratung bei Sprachfeststellungsprüfungen zum Erwerb von Abschlüssen
  3. Bei Bedarf Einrichtung einer Sprachfördergruppe als Auffangklasse für Seiteneinsteiger mit gezielter Förderung im Erlernen der deutschen Sprache zwecks schneller Integration in Regelklassen

9. Berufswahlorientierung

  1. Module zur Berufsorientierung (Stufen 5-8)
  2. Teilnahme am Girls’ Day (Berufsorientierungstag für Mädchen mit Blick auf frauenuntypische Berufe) und am Boys‘ Day (Berufsorientierungstag für Jungen mit Blick auf männeruntypische Berufe) (5-Q2)
  3. Einführung des Berufswahlpasses als Portfolio-Instrument (8)
  4. Bewerbungstraining bei der AOK NordWest (8)
  5. Potentialanalyse im Sinne des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss" (8)
  6. Berufsfelderkundungen im Sinne des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss" (8)
  7. 14-tägiges Fachpraktikum mit Vor- und Nachbereitung (9)
  8. Alumniberatung zu Studiengängen und Ausbildungsberufen durch ehemalige TKSler (Übersicht: www.die-tks.de)
  9. Kooperationsvereinbarung mit der Agentur für Arbeit (EF-Q2)
  10. Regelmäßige Sprechstunden der Berufsberaterin der Agentur für Arbeit an der TKS (EF-Q2)
  11. 1. Berufsorientierung: "Wege nach dem Abitur" in Kooperation mit der Agentur für Arbeit (EF)
  12. 2. Berufsorientierung: Laufbahnberatung "Studium, Ausbildung, Weiß noch nicht" in Kooperation mit der Agentur für Arbeit (Q1)
  13. Assessment-Center mit Feedback in Kooperation mit der AOK NordWest (Q1)
  14. Hochschultag an der RUB(Q1)
  15. RUB-Guides: Studentinnen und Studenten der RUB (u.U. ehemalige Schülerinnen und Schüler der TKS) berichten aktuell und praxisnah über Studienerfahrungen und berufliche Perspektiven (Q1)
  16. Regelmäßiger Besuch des Deutsch-Französischen Forums in Straßburg in Zusammenarbeit mit der Auslandsgesellschaft NRW (EF-Q2)
  17. Regelmäßiger Besuch von Berufsbildungsmessen (z.B. BO.Ing) (EF-Q2)
  18. Seminar Studienbewerbung in Kooperation mit der Agentur für Arbeit (Q2)
  19. Betreuung der Berufs- und Studienwahl durch zwei Koordinatoren in der Schule
  20. Möglichkeit der selbstständigen und auch angeleiteten Internetrecherche im Studien- und Berufswahlorientierungsraum (R. 211)
  21. Information über Ausbildungs- und Studienwahlangebote auf Stellwänden

 


Top