Auslandsaufenthalte

und Ansprechpartnerin für alle Fremdsprachen

Diejenigen Schüler/innen, die in der EF einen privaten Auslandsaufenthalt planen (unterschiedlichste Broschüren diverser Anbieter liegen ständig im Foyer aus), müssen sich vorher beraten lassen, um über die notwendigen Bedingungen für einen Auslandsaufenthalt informiert zu sein.

Als Ansprechpartnerin hierzu steht Frau Retkowski zur Verfügung, die interessierte Schüler/innen wie Eltern in einem ausführlichen Gespräch berät.

Terminvereinbarungen können von Schülern in einer großen Pause im Lehrerzimmer I direkt mit Frau Retkowski getroffen werden.

 
 Zur Zeit finden an der Theodor-Körner-Schule regelmäßig Studienfahrten nach Issy-les-Moulineaux bei Paris sowie nach Strasbourg statt.
Die Studienfahrt  nach Strasburg wird im Kooperation mit der Auslandsgesellschaft NRW e. V. in Dortmund (www.agnrw.de) durchgeführt.


Erfahrungsbericht - England

für 3 Monate Die Entscheidung für drei fast vier Monate nach England zu gehen, habe ich eigentlich sehr kurzfristig getroffen und so ging es dann nach der Bewerbungsphase schon am Samstag des letzten Wochenendes der Osterferien 2015 los. Ich lebte bei einer netten Familie mit zwei kleinen Kindern (zwei und fünf Jahre jung) in Ilfracombe, North Devon. Der kleine, ländliche, aber sehr hügelige, viktorianische Küstenort mit einem Hafen liegt direkt am Bristol Channel und bei gutem Wetter mit klarer Sicht kann man bis zur walisischen Küste blicken. In Ilfracombe findet man einen großen Supermarkt „Tesco“, ein kleines Kino, viele Eis Cafés und kleine Geschäfte und bis auf shoppen, kann man hier eigentlich alles tun und findet alles „zum Überleben“ Wichtige. Die nächste größere Stadt ist Barnstaple. In der Nähe von Ilfracombe befinden sich viele andere kleine Küstenorte und sogar ein großer Surferstrand, Woolacombe. Am Montag ging ich dann pünktlich zum Schulanfang nach den örtlichen Ferien zum ersten Mal zur Schule, genauer gesagt zur Ilfracombe Academy, einer staatlichen Schule. Dort wurde ich sehr nett von meinem zukünftigen Tutor empfangen und in die sogenannte „Sixth Form“ aufgenommen. Die Aufgabe des Tutors ist es, sich um die schulischen Probleme der ihm zugeteilten Schüler zu sorgen und als Ansprechpartner da zu sein. Die Oberstufe der Academy bestand aus 140 Schülern und Schülerinnen. Für die nächsten drei Monate besuchte ich in der 12. Klasse vier Kurse, nämlich Chemie, Mathematik, Geschichte und Geographie. Diese und andere Kurse sind frei wählbar, da man sich auf den späteren Berufswunsch spezifiziert. Sie bestanden gerade einmal aus 10 bis 15 Schülern und Schülerinnen und meine Wochenstundenzahl betrug 16 Stunden, so dass ich jeden Tag mindestens eine Freistunde hatte, während der gelernt und vorbereitet wird. Die Lehrer als auch die Schüler bemühen sich sehr, einem zu helfen und den Einstieg so problemlos zu gestalten wie nur möglich. Steht man zum Beispiel ein bisschen verloren in einem Schulgang, erkundigt sich sofort jemand nach dem Befinden und bietet Hilfe an. Der englische Schulalltag nimmt jedoch einen völlig anderen Verlauf als der deutsche. Der Schultag beginnt um 8:50 Uhr für jeden Schüler mit einem zwanzigminütigen Treffen mit der jeweils eigenen Tutorgruppe. Dies kann gelegentlich für eine Assembly entfallen. Von 9:10 Uhr bis 11:10 Uhr finden dann die ersten beiden Stunden statt, die wie alle Schulstunden an meiner Schule, jeweils 60 Minuten dauern. Nach diesen Stunden findet eine dreißigminütige Pause statt. An der Ilfracombe Academy gibt es eine Dining Hall mit einer Theke an der man sowohl warmes als auch kaltes Essen erstehen kann. Außerdem werden während der Lunchzeit auch warme Gerichte angeboten. Hier findet man alles, was das Herz begehrt: Warme Gerichte wie Lasagne, Pizza, verschiedene Aufläufe, Salate, frisches Obst, Eiscreme, Joghurts, Smoothies, Wackelpudding, Cookies, Slash Eis, Toast Hawaii, die Küche deckt ein riesiges Sortiment ab. Für die Oberstufe gibt es eigens einen Bring-Service des Truckshop. Dieser befindet sich auf dem Schulhof und bietet zusätzlich noch diverse Getränke und Süßigkeiten an, die meistens hier billiger zu erstehen sind als im nahe gelegenen Supermarkt. Nach der ersten Pause finden zwei weitere Stunden statt bis zur fünfundvierzigminütigen Lunchpause. Nach einer weiteren Schulstunde verlässt dann die gesamte Schülerschaft um 15:25 Uhr die Schule. Schulstunden fallen nie aus, da die Schule eigens Vertretungsleherer einstellt. Die Lehrmethoden der Ilfracombe Academy unterscheiden sich jedoch sehr zu meiner heimatlichen Schule, da sich grundsätzlich in jedem Klassenzimmer ein Aktive-Board und ein Beamer befinden, es wird viel mit PowerPoint und anderen digitalen Medien gearbeitet. Für die Oberstufe herrschen jedoch noch ein paar Sonderregeln. So muss beispielsweise keine Schuluniform mehr ab Klasse 12 getragen werden noch muss man in den Pausen in der Dining Hall anstehen und man hat Erlaubnis das Schulgelände einfach zu verlassen. Ebenfalls haben sie eigene Studyrooms und Computerräume. Die Schule verfügt über einer gut bestückte Bücherei, in der man ungestört arbeiten kann. Auch hier befinden sich Computer. Die Ilfracombe Academy ist mit der neusten Technik ausgestattet und verfügt sogar über einen Security Service und mehrere Überwachungssysteme.
Anschluss zu finden, fiel mir am Anfang ein wenig schwer, da ich in der Klausurphase ankam. Dies stellte insofern ein Problem dar, da in den letzten beiden Schuljahren keine Arbeiten während des Schuljahres geschrieben werden, sondern nur einmal am Ende des Schuljahres Examina stattfinden. Da es keine mündliche Note für Mitarbeit gibt, sind die Examina versetzungsentscheidend. Trotzdem werden Tests und Projekte in den einzelnen Fächern geschrieben. Aber auch nach kurzer Zeit und trotz der kleinen Behinderung durch die Prüfungen freundete ich mich schnell mit anderen an und unternahm in der darauffolgenden Zeit viel mit meinen neu gefundenen Freunden. Meine Gastfamilie war sehr aktiv und so unternahm ich in meiner Freizeit recht viel mit ihnen. Ich bin sehr dankbar für die Offenheit mit der sie mich familiär integriert haben. Meine Gastfamilie bot mir gleichzeitig einen Rückzugsort, gab mir persönlichen Freiraum, auch war sie für mich als Ansprechpartner da. Die drei Monate vergingen viel zu schnell und hätte ich gewusst, wie sehr es mir in England gefallen würde, wäre ich für eine längere Zeit gegangen. So kann ich nur jedem empfehlen einen Austausch zu machen. Mein Tipp für alle ist es, sich ohne zu feste Erwartungen auf den Weg zu machen und sich allem mit Offenheit stellen. Denn wie heißt es doch so schön „other countries, other customs“.
Marina Blanke, Q1
 

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