Alkohölle

„Alkohölle“ -  Ein aufwühlendes Theaterstück mit aktuellem Bezug

 
„Alkoholgefährdet? Ich?“ – Gemeinsam mit der genussfreudigen Teenagerin Lena, Hauptdarstellerin des Theaterstücks „Alkohölle“, machten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe acht und neun der Theodor-Körner-Schule die Gefahren von ‚Alcopops’ und anderen alkoholartigen Mixgetränken bewusst.


Am Montag, 2. März, präsentierte Beate Albrecht mit ihrem Team in der Aula des Schulzentrums Südwest ein mitreißendes Theaterstück über Alkoholmissbrauch und seine Folgen – für Jugendliche ab 14 Jahren. Damit wird ein gefährlicher Trend innerhalb der Jugendkultur zum Thema: „Komasaufen“ oder „Flatrate–Partys“, in denen sich Jugendliche bis zur absoluten Besinnungslosigkeit und in sehr kurzer Zeit betrinken. Wer nicht mittrinkt, gilt als Langweiler, wer viel trinkt, als cool und erwachsen. Bei dieser scheinbar notwendigen Verknüpfung von Alkohol und „Party“ werden häufig die Gefahren vergessen, die Alkohol mit sich bringt. Die Aufführung der „Alkohölle“ stellte eine wertvolle Ergänzung zur Drogenprävention und Aufklärungsarbeit an der TKS dar, denn durch den aktuellen Bezug und die emotionale Geschichte Lenas stimmte sie die jugendlichen Zuschauer am Ende sehr nachdenklich. 
Lena, die ein Praktikum in der Werbeagentur ihrer Tante Maxi absolviert, ist allein im Büro, als der Auftrag einer Spirituosenfirma hereinkommt. Ein neuer Alcopop soll beworben werden. Lena nimmt an – sie und ihre Clique trinken viel, sie kennt sich also aus. Als Maxi jedoch von diesem Auftrag erfährt, will sie ihn ablehnen. Lena versteht nicht, warum und gerät in einen Gewissenskonflikt, da sie die Haltung ihrer Tante nicht nachvollziehen kann.
Al, die Personifizierung des Alkohols, und der verstorbene Vater, versuchen Lena in ihrem Gewissenskonflikt zu beeinflussen. Dabei verkörpert Al die Verführung des Alkohols und die Macht, die er über Menschen ausüben kann. Zwischen Lena und Maxi entsteht ein Streit, durch den sie erfährt, dass der tödliche Autounfall ihres Vaters nicht durch einen anderen verursacht worden ist, sondern dadurch, dass ihr Vater mit über 3 Promille das Auto gesteuert hat und gegen einen Baum gefahren ist. Die Geschichte bleibt offen. Der Zuschauer erfährt nicht, wie Lena sich entschieden hat, ob ihr Vater oder Al den Gewissenskonflikt für sich entscheiden konnte. Und genau an dieser Stelle bot sich für die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Aufführung die Möglichkeit, gemeinsam mit den Darstellern das Stück zu reflektieren und zu diskutieren, wie sich Lena wohl entschieden haben könnte.
Das Theaterstück wurde von Beate Albrecht in Kooperation mit Selbsthilfegruppen für trockene Alkoholiker und der Drogen- und Suchtberatungsstelle Gemthin und Aufbruch e.V erarbeitet; ermöglicht hat die Aufführung an der Theodor-Körner-Schule das Bochumer Jugendamt.

    


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