Welttag der Philosophie

Welttag der Philosophie

Man sollte nicht nach dem ersten Eindruck urteilen – auch nicht bei Keksen!
Heißt es Philophysik oder Philosophie? Hat Philosophie was mit Mechanik zu tun und kann ich Philosophie auch betreiben, wenn ich getauft bin?
Diesen und ähnlichen Fragen gingen am vergangenen Donnerstag Schülerinnen und Schüler der Oberstufe der Theodor-Körner Schule gemeinsam mit den Klassen 5 im Rahmen eines Projekts zum internationalen Welttag der Philosophie nach. Ziel der Begegnung war, den Jüngeren die Philosophie näher zu bringen, an diesem besonderen Tag unter der Fragestellung: „Vor-verurteilen – kann ich meinem ersten Eindruck trauen?“
Diese Frage wurde ausgewählt, um den Philosophieneulingen am Beispiel einer typischen philosophischen Frage zu verdeutlichen, was Philosophen tun: Sie denken über vermeintlich Selbstverständliches nach und überprüfen Meinungen auf ihre Richtigkeit.
Organisiert wurde dieses Projekt von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe unter der Leitung der Philosophielehrerin Anna Lena Kriegs, die sich seit Beginn dieses Schuljahres einmal wöchentlich in einem „philosophischen Gesprächskreis“ treffen, um über all das zu philosophieren, was sich an Fragen im Laufe der Woche ergeben hat und die begeisterten Hobbyphilosophen beschäftigt.
In diesem Rahmen ist die Idee entstanden, den Welttag der Philosophie auch an der Theodor-Körner Schule zu würdigen. Dieser wurde 2005 von der UNESCO-Generalkonferenz ins Leben gerufen und soll daran erinnern, „dass Philosophie als Disziplin zum kritischen und unabhängigen Denken ermutigt und auf ein besseres Verständnis der Welt hinwirken und Toleranz und Frieden fördern kann". Der Welttag soll "der Philosophie zu größerer Anerkennung verhelfen und ihr und der philosophischen Lehre Auftrieb verleihen.“
Das Konzept, das die TeilnehmerInnen des philosophischen Gesprächskreises entwickelt haben, hatte zum Ziel, die Philosophieneulinge der Klassen 5 zum spielerischen Nachdenken anzuregen. Dabei hat sich das Thema der Vorverurteilung angeboten, da sich Mobbingkonflikte und das Zusammenwachsen einer neuen Klassengemeinschaft oft mit dem reflektierten Umgang von ersten Meinungen und Eindrücken verbessern lassen.
Dazu haben die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe zunächst selbst mit ihrem eigenen, ersten Eindruck bei den 5ern gespielt: So kam etwa die typisch überschminkte Tussi mal wieder zu spät oder der Langhaarige schien unzuverlässig zu sein. Die kleinen Leute waren sich einig: Mit denen kann man nicht zusammen arbeiten! Dass sich eben genau dieser erste Eindruck im Laufe der Stunde als vollkommen falsch erwies, stimmte nachdenklich.
Auch auf unsere Augen scheint nicht immer Verlass zu sein: Der appetitlich aussehende Keks entpuppte sich als salzig, der komische Krümelhaufen als leckerer Keks. So wurde ganz im cartesianischen Sinne an der Zuverlässigkeit der Sinnesorgane gezweifelt. Schließlich konnte am Ende als Fazit sogar eine kleine Regel festgehalten werden:
Traue nicht deinem ersten Eindruck...
















...du könntest dich getäuscht haben!

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