Warum schlafen wir?

Warum der Mensch schläft:

Jeder Mensch muss schlafen. Das ist ein Fakt, den niemand abstreiten kann und der auch in der Wissenschaft ausführlich erforscht wurde.
Ein allgemeines Gerücht bzw. ein Sprichwort ist das sogenannte „Lernen im Schlaf“, in dem jedoch ein ganz ganz großer Funken Wahrheit steckt.
Den ganzen Tag über, oder auch in der Nacht, nimmt der Mensch solange er nicht schläft Millionen von Informationen auf. Sei es, dass er Klavier übt, ein neues Getränk probiert oder einfach nur denkt.
Diese Vorgänge sind eine wahre Informationsflut für das menschliche Gedächtnis. Viele von diesen Informationen sind nur oberflächlich oder unnötig und müssen aussortiert werden. Wichtige Informationen sind vielleicht auch nur flüchtig über mehrere Neuronen hinweggeflogen und müssen erst noch gefestigt werden um sich am nächsten Tag noch daran zu erinnern.
Dafür ist das Gehirn im Schlaf zuständig.
Während sich der Körper aufgrund von vorübergehender und teilweiser Inaktivierung des Organismus erholt und regeneriert, betreibt das Gehirn Hochleistung.
Eigentlich könnte man dies doch auch tun, indem man sich hinlegt ohne zu schlafen und weiterdenkt, oder?
Nein. Eine körperliche Ruhe bei wachem Geist würde dafür sorgen, dass die Informationsflut nicht abnimmt. Auch ein Abschalten des Geistes bei körperlichen Tätigkeiten ist nicht möglich- alle Bewegungsabläufe müssen über das Gehirn gesteuert werden.
Im Schlaf, finden keine großartigen Bewegungsabläufe ab und der Geist hört auf bewusst zu denken.
Je nach Schlafphase nutzt das Gehirn die Zeit um erlernte Informationen und Fähigkeiten dauerhaft zu speichern, um Verknüpfungen zu festigen und bleibende Erinnerungen zu bilden. Informationen, die das Gehirn nur flüchtig streiften werden aussortiert und wichtige Informationen, die z.B. durch häufige Wiederholung oder starke Emotionen in die Schublade „wichtig“ gelegt wurden, werden in das Langzeitgedächtnis überführt.
Aufgrund dieser Selektion von Informationen kann man sich so z.B. am nächsten Tag an Vokabeln erinnern und hat unwichtige Sachen, wie z.B. das Strecken der Zehen aus Langeweile, vergessen.

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